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Montag, 1. Oktober 2007
X_Labore im Schuhgeschäft

Im alten Schuhgeschäft sitzen 10 Künstler und der Laborleiter Marc Aschenbrenner, Lagebesprechung. „Lass uns doch den Ton über Nacht auch draußen hörbar machen“ sagt Marc, „das geht nicht, die Boxen sind nächsten Morgen weg“ antwortet Carl John Hoffmann.. Zu den Holz-Installationen im Raum werden Klangkollagen erarbeitet, Stefan Häffner vom Atelier Goldstein baut seine großen Gebäude mit eigens entworfenen Wandsystemen. Überall hängen feine Kabel heraus, „ das ist für die Beleuchtung im Inneren, die werden noch über einen großen Trafo angeschlossen“ sagt er, „nur wenn mal eine Lampe kaputt geht wird es schwierig“.
Kreative Atmosphäre wo man geht und steht. Die Tür ist für alle offen und so kommt ein junger Mann herein, schaut neugierig und fragt “was macht Ihr hier“?


Was ist X_Labore?
Mit dem Projekt X_Labore wurde ein in Deutschland einzigartiges Forschungskonzept ins Leben gerufen. Fünf „Kunst-Labore“ haben künstlerische Ansätze und Arbeitsweisen entwickeln. Ziel ist es, das kreative künstlerische Potenzial von Menschen mit Handicap mit innovativen, experimentellen Ansätzen einer überwiegend jungen Generation von Künstlern zu verbinden. Im Crossover zwischen beiden Bereichen sollen neue Formen der Zusammenarbeit initiiert werden, so dass neue Impulse für das Profil professioneller Arbeit von Künstlern mit Handicap gewonnen und für die Diskussion über zukünftige Perspektiven dieser Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Zwischen 10 bis 15 professionelle Teilnehmer mit und ohne Handicap arbeiten intensiv an einer künstlerischen Fragestellung, die der Leiter des jeweiligen Labors vor dem Hintergrund seiner eigenen künstlerischen Arbeit formuliert. Die Laborleiter zeichnen sich dadurch aus, dass in ihren Arbeiten soziale Fragestellungen mit ästhetischen Mitteln bearbeitet werden bzw. ästhetische Fragestellungen zugleich als gesellschaftspolitische begriffen werden.
So der Pressetext.
Zum Abschluss der ersten Phase öffnen die X_Labore die Türen weit, für alle zum Schauen und Hören. 
Das Bildende Kunst Labor lädt zu einer Finissage mit Performance und anschließender Party.
05.10.07 ab 19°° Uhr / Große Bergstraße 174 / Altona
Beteiligte Künstler sind: Marc Aschenbrenner, freier Künstler (Berlin) Thomas Beisgen / Atelier der Villa (Hamburg) Michael Gerdsmann / Die Schlumper (Hamburg) Stefan Häffner / Atelier Goldstein (Frankfurt a.M.) Carl-John Hoffmann, HfbK (Hamburg) Sebastian Kubersky, HfbK (Hamburg) Thorsten Nürnberger / Barner 16 (Hamburg) Bernd Ollhorn / Atelier der Villa (Hamburg) Melanie Schmitt / Atelier Goldstein (Frankfurt a.M.) Harald Stoffers / Atelier der Villa (Hamburg) Annalena Müller / ZHdK (Zürich) 
Die zweite Phase startet am 29.Oktober 07, dann mit den Laboren, Musik ( Pudel Club ), Hörspiel (Schuhgeschäft?), Performance ( Thalia in der Gausstraße )
Das Symposium beendet die Veranstaltungsreihe. Im Thalia Theater in der Gaußstraße kommen am 10.+11. 11.07 die X_Labore in Form eines Symposiums mit Showformat zusammen. Gemeinsam mit Künstlern, Wissenschaftlern, Theatermachern und Journalisten werden die künstlerischen Arbeitsweisen der einzelnen Labore an unterschiedlichen Orten präsentiert und reflektiert. Wir werden uns mit der Frage nach Notwendigkeit und Unsinnigkeit von Labelung in der Kunst, spezifisch im Bereich der Kunst von Menschen mit Handicap auseinandersetzen. Außerdem werden wir über die Perspektiven einer größeren Selbstverständlichkeit in der Zusammenarbeit von Künstlern beider Bereiche sprechen. Gesprächspartner neben den beteiligten Künstlern werden sein: Knut Ove Arntzen (Theaterwissenschaftler / Universität Bergen, Norwegen) Hans Heinrich Bethge (Amtsleiter Kulturbehörde Hamburg, angefragt) Dr. Kerstin Evert (K3 Zentrum für Choreographie, Tanzplan Hamburg) Andreas Meder (Festivalleiter, u.a. no limits - Berlin, OKKUPATION! - Zürich)
Informationen & Anmeldung Symposium: KUNSTWERK e.V. info@kunstwerk-hamburg.de Tel: 040-390 94 52 / Fax: 040-390 88 95
X_Labore sind eine Veranstaltung von Kunstwerk e.V. in Kooperation mit alsterarbeit gGmbH, dem Thalia Theater und dem WDR Hörspiel gefördert durch die Evangelische Stiftung Alsterdorf und den Fonds Soziokultur. Künstlerische Leitung: Christoph Grothaus Dramaturgie: Claudia Plöchinger
