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Mittwoch, 13. Januar 2010
Station 17 wieder in Berlin
Station 17 ist eigentlich eine Wohngruppe für Menschen mit Handicap in der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg. Dort gründete Kay Boysen 1988 gemeinsam mit den Bewohnern das Musikprojekt Station 17. Zusammen mit nichtbehinderten Musikern zeigte sich schnell das Potential des Projektes. 1991 entstand in Kooperation mit den Toten Hosen, den Einstürzenden Neubauten und vielen anderen die erste LP der Band. Drei Jahre später spielten die Künstler zum ersten Mal live in Berlin. Im Hof des Kulturhauses „Im Eimer“ fand ein Open-Air-Konzert statt. Im Januar 2010 kam es zur Wiederauflage einer Live-Veranstaltung unter freiem Himmel in der Volksbühne. Nach anfänglicher Scheu vor der Direktheit der Musiker, war das Publikum letztlich begeistert. Den Zuschauern offenbarte sich, dass das Handicap eines Teils der Protagonisten, deren künstlerische Fähigkeiten in keiner Weise beeinträchtigen. Manchmal scheint es so, als würden die sogenannten „Behinderungen“ das kreative Potential der Musiker sogar erweitern.
Neben dem Konzert wurde auch der Film „Station 17: Neu“ von Eike Swoboda auf die Bühne gebracht. Die Dokumentation zeigt die zweite Generation der Band bei den Aufnahmen zum Kooperationsalbum „Goldstein Variationen“. Konzert und Film wurden in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Musikfilmfestival Unerhört ! präsentiert.
„Station 17: Neu“ erhielt eine lobende Erwähnung: „Der Film zeigt wie Musik als Prozess einer zwanzigjährigen fortlaufenden Arbeit sinnstiftend wirken kann.“ Der soziale Aspekt wurde von der Jury zur Nachahmung empfohlen.
Station 17 ist eine Band von barner 16, dem künstlerischen Netzwerk von alsterarbeit. 
